Hallo mal wieder!
Eine Frage. Wer von euch hätte sich eigentlich gefreut wenn der Klassenlehrer unangekündigt zu hause vorbeigekommen wäre? Ich jedenfalls fand meine Hausbesuche sehr wertvoll und aufschlussreich. So konnte ich aus nächster Nähe miterleben in welchen Umständen meine Schüler wohnen und auch mal mit den Eltern reden, die nicht gekommen waren, um die Ergebnisse ihrer Kinder abzuholen. Fast alle Kinder waren zuhause, entweder am kochen, waschen oder nichts tuen. Die Eltern oder sonstigen Verwandten, bei denen sie wohnen, waren meistens auf dem Markt Sachen verkaufen. Wen ich nicht zuhause angetroffen habe, arbeitet schon auf einer der vielen Farmen. Nachdem die ersten Regentropfen nachmittags fallen ist es momentan Zeit zum Säen. Mich hat es echt überrascht, nicht alle am Spielen zu sehen. Aber sie müssen nunmal auf das Haus aufpassen, wenn sonst keiner da ist. Die Zustände der Häuser haben mich nicht mehr so überwältigt, ich hatte es schon so ähnlich erwartet, nachdem ich nun ja doch schon öfters in der Gegend herumgelaufen bin. So langsam bekomme ich echt Orientierung. Und ich werde bekannter. Ich finde es ehrlich gesagt recht angenehm öfters beim Namen angesprochen zu werden als ständig nur „Hallo weißer Mann“ zu hören.
Die Resonanz war geteilt. Mir ist zwar große Dankbarkeit für das Unterrichten der Kinder entgegen gekommen, manche möchten ihre Kinder aber trotzdem nicht die Klasse wiederholen sehen.
Eine Frage. Wer von euch hätte sich eigentlich gefreut wenn der Klassenlehrer unangekündigt zu hause vorbeigekommen wäre? Ich jedenfalls fand meine Hausbesuche sehr wertvoll und aufschlussreich. So konnte ich aus nächster Nähe miterleben in welchen Umständen meine Schüler wohnen und auch mal mit den Eltern reden, die nicht gekommen waren, um die Ergebnisse ihrer Kinder abzuholen. Fast alle Kinder waren zuhause, entweder am kochen, waschen oder nichts tuen. Die Eltern oder sonstigen Verwandten, bei denen sie wohnen, waren meistens auf dem Markt Sachen verkaufen. Wen ich nicht zuhause angetroffen habe, arbeitet schon auf einer der vielen Farmen. Nachdem die ersten Regentropfen nachmittags fallen ist es momentan Zeit zum Säen. Mich hat es echt überrascht, nicht alle am Spielen zu sehen. Aber sie müssen nunmal auf das Haus aufpassen, wenn sonst keiner da ist. Die Zustände der Häuser haben mich nicht mehr so überwältigt, ich hatte es schon so ähnlich erwartet, nachdem ich nun ja doch schon öfters in der Gegend herumgelaufen bin. So langsam bekomme ich echt Orientierung. Und ich werde bekannter. Ich finde es ehrlich gesagt recht angenehm öfters beim Namen angesprochen zu werden als ständig nur „Hallo weißer Mann“ zu hören.
Die Resonanz war geteilt. Mir ist zwar große Dankbarkeit für das Unterrichten der Kinder entgegen gekommen, manche möchten ihre Kinder aber trotzdem nicht die Klasse wiederholen sehen.
Für diese Woche habe ich diesen Kindern vormittags Nachhilfeunterricht angeboten, um vorhandene Lücken auszubessern. Leider waren stets nur vier oder fünf gekommen. Andererseits ist das aber echt angenehm und so konnte ich mich besser auf den Einzelnen konzentrieren.
Aber nun zu meinem Urlaub. Denn auch wenn ich
im Moment gerne noch ein bisschen hier bleiben würde, freue ich mich natürlich
auf etwas Entspannung und Abenteuer. Also mein Plan schaut folgendermaßen aus:
Als erstes geht’s ab nach Lusaka zu Freunden. Nach eins, zwei Nächten dort
mache ich mich zusammen mit Teresa auf zum Kariba Stausee, wo es wunderschöne Strände geben
soll. Um den 20. Spätestens sollte ich dann in Livingstone an den Viktoriafällen
sein, um dort mein Weihnachtsfest zu verbringen. Im Teufelspool zu schwimmen, Water rafting zu machen und die Wasserfälle zu sehen, ja, dadrauf freu ich mich
am meisten. Das Reisemittel für all diese Ziele: Der Bus. Ich werde so oft es
geht versuchen schöne Reisebusse zu nehmen, die zwischen den großen Städten hin
und her fahren. Notfalls werde ich mich mit den Minibussen fortbewegen. Um den
ersten Weihnachstfeiertag herum möchte
ich dann in den Zug nach Tanzania einsteigen. Nach Zeitplan kommt dieser drei Tage
später an der Ostküste Tanzanias in Dar-El-Salaam an. Von dort aus mache ich
mich mit der Fähre auf Sansibar. Gewürzplantagen, Traumstrände und Tauchtouren warten dort auf mich. In all den Plätzen, die ich besuchen werde hoffe ich
nette neue Leute kennen zu lernen, mit denen ich meine Zeit dort verbringen
kann. Das ist hier allerdings meine geringste Sorge, da ich sowohl Freiwillige
als auch Einheimische immer stets als sehr gesellig und offen empfunden habe. Vielleicht
kann ich so dann auch den einen oder anderen Euro einsparen. Der Urlaub wird nach
etwas über 4 Wochen um den 10. Januar zu Ende gehen. Denn dann startet das
Zwischenseminar in Tanzania. Dieses dient zur Reflektierung des ersten
Halbjahres. Es wird wohl eine ernste nachdenkliche Zeit werden, wo jeder für
sich selbst herausfindet, ob die Projekte ihren richtigen Weg gehen und das
eigene Verhalten analysiert wird.
Was meine Reisepläne anbetrifft, schweben diese so in meinem Kopf. Es ist aber alles sambisch spontan variabel, mal schauen ob das so klappt. Wäre auf jedenfalls super. Übernachten werde ich bei Backpacker Hotels und bei Freunden.
Meinen Blog möchte ich natürlich nicht so lange ruhen lassen, ich habe fest vor Reiseberichte zu erstatten und in meiner freien Zeit über einzelne wenige Themen nachzudenken, die mir sowieso auf dem Herzen liegen und von denen ich denke, dass sie euch interessieren können. Trotzdem nicht böse sein, falls ich mal für zwei Wochen untergetaucht sein sollte.
Was meine Reisepläne anbetrifft, schweben diese so in meinem Kopf. Es ist aber alles sambisch spontan variabel, mal schauen ob das so klappt. Wäre auf jedenfalls super. Übernachten werde ich bei Backpacker Hotels und bei Freunden.
Meinen Blog möchte ich natürlich nicht so lange ruhen lassen, ich habe fest vor Reiseberichte zu erstatten und in meiner freien Zeit über einzelne wenige Themen nachzudenken, die mir sowieso auf dem Herzen liegen und von denen ich denke, dass sie euch interessieren können. Trotzdem nicht böse sein, falls ich mal für zwei Wochen untergetaucht sein sollte.
Im neuen Jahr übernehme ich die neue sechste
Klasse. Ich bin gespannt wie viele Schüler dort drin sein werden, denn eigentlich
sollten ja um die dreißig Kinder wiederholen. Würde mich freuen sie wieder zu
sehen. Ich werde dann auch in eine neue Familie ziehen, nicht weil diese nicht nett wäre, sondern einfach um andere und umfangreichere Eindrücke des
sambischen Lebens zu bekommen. Ich habe den Wunsch geäußert näher bei meinen
Schülern zu wohnen, aber mal schauen was daraus wird. Ich bin mir sicher,
dass auch die neue Familie mich willkommen heißen wird.
Noch irgendwelche Fragen?
Wenn nicht, dann melde ich mich das nächste Mal von irgendwo anderswo hier aus Sambia.
Wenn nicht, dann melde ich mich das nächste Mal von irgendwo anderswo hier aus Sambia.
Bis dahin, alles Gute und genießt die
Adventszeit. Von dieser spüre ich hier nämlich leider nichts. Keine
Adventskalender, keine Gränze, keine Deko. Nicht einmal die Plätzchen, die meine Mama mir geschickt hat, sind angekommen.
Nur der Miniplastikbaum im Wohnzimmer erinnert mich an Weihnachten.
Aber ich will mich ja nicht beschweren, ich glaub mir geht’s auch so ganz gut.
Aber ich will mich ja nicht beschweren, ich glaub mir geht’s auch so ganz gut.
Liebe Grüße
Martin
Hallo Martin,
AntwortenLöschendas klingt ja richtig interessant. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß auf deiner Tour durch Sambia. Freue mich schon auf den nächsten Bericht aus dem Nirgendwo.
Ich wünsche dir auch eine schöne Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Liebe Grüße
Kevin
PS: Du hast ja meine Mail-Adresse, schick mal ein paar Bilder von deiner Tour!! :D
Martin!
AntwortenLöschenMein Freund, der gerade sein FSJ in Ruanda macht wird über Silvester auch in Sansibar sein mit ein paar Leuten. Also, wenn du auf der Suche nach ein paar coolen Leuten bist. :P